31.07.2017 - Quelle: GEW

Grüner Campus mit modernem Nutzungskonzept

Umbau und Sanierung: Gesamtschule Langerfeld hat große Pläne

In Wuppertal Langerfeld wird insbesondere jetzt in den Ferien saniert und umgebaut. Das Großprojekt packten alle zusammen an – die Gesamtschule und zahlreiche Partner. Ein grüner Campus entsteht.

Die Gesamtschule Wuppertal Langerfeld liegt auf einem großen schulischen Campus. Mittlerweile gibt es dort insgesamt vier verschiedene Häuser beziehungsweise voneinander getrennte Gebäudeteile und seit 2014 auch eine neue Dreifachturnhalle. Gegründet 1988 in einer ehemaligen Hauptschule und einer nebenan liegenden Förderschule, wurden schon in den Jahren 2003 bis 2011 umfangreiche Sanierungsarbeiten (Kernsanierung Haus 1) und eine Gebäudeerweiterung um ein Haus 4 mit dem Schulträger und dem Gebäudemanagement (GMW) der Stadt Wuppertal realisiert.

Sanierungsprojekt startet mit der Phase 0

In den beiden älteren Häusern 2 und 3 besteht erhöhter Sanierungsbedarf, da besonders der Brandschutz, eine Schadstoffbelastung, die energetische Situation sowie schadhafte und fehlende Räume im Bereich der Naturwissenschaften bemängelt wurden – ein riesiges Paket also. In einer „Phase 0“ haben der Stadtbetrieb, der GMW, verschiedene Architekt*innen, eine pädagogische Bauberatung sowie die Schüler*innen und ihre Eltern sowie Lehrer*innen und die Schulleitung zehn umfangreiche Workshops zusammen gestaltet. Das war im Schuljahr 2016/2017. Das Ergebnis: 108 Seiten Ergebnisbericht, der allen vorliegt, und nun Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen in den Häusern 2 und 3 ist.

Gesamtschule, Stadtteilpartner und Sozialdienst unter einem Dach

Die Schule profitiert sehr von der Phase 0, da sie ihr Raumprofil genau auf ihr pädagogisches Profil abstimmen kann. Die verschiedenen Anforderungen von Lehrenden und Lernenden, besonders im Bereich der Inklusion und der Beschulung von internationalen Klassen, können nachhaltig berücksichtigt werden. Alle Beteiligten erhalten optimale Arbeitsbedingungen und mehr Unterstützung für mehr Leistungsfähigkeit, auch die Identifikation mit dem Schulbau und der Schule selbst ist bei allen in und um die Schule herum größer.

Parallel zu dieser Phase 0 wurde in Haus 1 im Februar 2017 mit den Umbauten konkret begonnen. Nach längerer Vorplanung wird die alte Gymnastikhalle zu einer seit Jahren fehlenden Aula mit Begegnungszentrum umgewandelt. Hier haben wir in einem besonderen Projektantrag mit dem GMW und dem Sozialdienst Katholischer Frauen Wuppertal e.V. (SKF), der nach dem Ausbau mit Verwaltung und Seminarräumen in der Schule angesiedelt sein wird, Mittel aus einem Europäischen Fonds beantragt. Das Nutzungskonzept mit der Verbindung von Stadtteilpartnern, Gesamtschule Langerfeld und SKF ist in diesem Bereich einzigartig und ganz neu für die sogenannte Gemeinwesenarbeit.

Da die Gebäudehülle von Haus 1 und Teilbereiche der Fenster aus den 1970er Jahren stammen, hat das GMW die Umgestaltung der Gymnastikhalle zum Anlass genommen, gleichzeitig die Komplettsanierung dieser Bereiche mit dem Umbau zu verbinden.

Optimale Sanierungsphase mit langfristigen Arbeits- und Zeitplänen

Die Bauarbeiten finden natürlich sehr intensiv in allen Ferienzeiten statt. Zugleich entwickelt die Schulleitung langfristige, in enger Absprache mit den Architekt*innen und dem GMW, differenzierte Arbeits- und Zeitpläne. Diese umfassen auch Umbauphasen während des laufenden Schulbetriebs, um die gesamte Sanierungsphase in einem angemessenen Zeitraumen abschließen zu können.

Der Aus- und Umbau während des Schulbetriebs wird in wöchentlichen Sitzungen von Architekt*innen, GMW und Schulleitung begleitet. So lassen sich kurzfristige Entscheidungen jeweils tagesaktuell in den Vertretungsplan einbauen. Zum Beispiel wurde bei der Planung für den Austausch der Fenster im Herbst 2017 ein wöchentlicher Rhythmus festgelegt, in dem jeweils nur eine Gebäudeseite in einer Gebäudeetage mit vier Räumen gesperrt werden muss. Diese Bauarbeiten werden außen über ein Gerüst bewerkstelligt, sodass der Schulbetrieb in den anderen Räumen möglichst ungestört stattfinden kann.

Insgesamt sollen die Sanierung und der Ausbau in Haus 1, das Stadtteilzentrum, die energetische Sanierung der Außenhülle und die Außengestaltung des schulischen, grünen Campus‘ bis Dezember 2018 abgeschlossen sein. Die Komplettsanierung von Haus 2 und 3 muss nun nach der Phase 0 architektonisch umgesetzt werden. Das Ganze wird dann sicher noch einmal eine Gesamtzeit von etwa drei bis vier Jahren in Anspruch nehmen – also bis 2021 soll der große Campus der fertig sein.

Claus Baermann, Schulleiter - Ich bin als Schulleiter der Gesamtschule Langerfeld mit der gemeinsamen Arbeit von Stadtbetrieb und GMW sehr zufrieden. Durch die langjährigen Sanierungsarbeiten an unserer Schule habe ich auch gelernt und verstanden, dass Sanierungsplanungen und -ausführungen viel Zeit und Geduld erfordern, wobei die Verantwortung von der Schulleitung aktiv mitgetragen und mitgestaltet werden muss. Manchmal auch, um den Abläufen eine gewisse Beschleunigung zu geben.

Claus Baermann, Schulleiter der Gesamtschule Langerfeld in Wuppertal

letzte Änderung: 2017-11-12 BAER/GEBH

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