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Schulschluss nach 36 Jahren

Claus Baermann, Leiter der Gesamtschule Langerfeld, geht in den Ruhestand

CLAUS BAERMANN IST 1988 NACH WUPPERTAL GEKOMMEN. FOTO: ANNA SCHWARTZ

Von Katharina Rüth

Claus Baermann ist gerne Schulleiter, das ist ihm in jeder Sekunde anzumerken. Er sprudelt nur so von Projekten, die an „seiner“ Schule, der Gesamtschule Langerfeld, stattfinden oder stattgefunden haben – und noch stattfinden werden. Letztere kann er nicht mehr als Schulleiter begleiten, denn ab 1. Februar beginnt sein Ruhestand. Der in seinem Fall sicher nicht ganz so ruhig wird.

Aufgewachsen ist er in Kassel, Stadt der Kunstausstellung Documenta. Was ihn, den Kunst- und Musikpädagogen auch geprägt hat. Interessiert war er auch an Architektur, entschied sich dann aber doch fürs Lehramtsstudium, das er an der Kunsthochschule absolvierte. Nach einer Weltreise, einigen Monaten bei der Documenta und einem Jahr an einer Musikschule kam der Anruf aus NRW, wo er sich wegen Stellenmangels in Hessen beworben hatte: Er werde der Kunst- und Musiklehrer an der neuen Gesamtschule in Wuppertal-Langerfeld.

Die Stadt, von der er damals wenig wusste, wo er nur einige Jahre bleiben wollte, ist ihm längst ans Herz gewachsen. „Wuppertal hat eine Seele“ zitiert er Kollegen. „Hier gibt so viel Tolles zu entdecken.“ Die Kultur vor allem. Dass der Standort seiner Schule ein eher verrufenes Quartier war, merkte er erst, als sein Vermieter irritiert auf die Ortsangabe „Hilgershöhe“ reagierte. Er habe davon nichts gemerkt, seine Schülerinnen und Schüler hat er toll gefunden. 15 Lehrkräfte waren sie zum Start, sie begannen mit 140 Kindern in fünf Klassen, jedes Jahr wuchs die Schule um einen Jahrgang.

Claus Baermann hat sich unter anderem um den Aufbau des Ganztags gekümmert, dafür Kontakte geknüpft: zu Sportvereinen, Unternehmen, benachbarten Schulen. Die vielen Kontakte bewähren sich bis heute: „Wir haben 45 AGs in der Schule“, sagt der Schulleiter stolz. Die Vernetzung der Schule hilft auch beim Thema Berufsorientierung: 45 Firmen haben sich an der Berufsorientierungsbörse der Schule beteiligt. Und um den weiteren Weg der Schüler, die studieren wollen, kümmern sich Talentscouts der Uni. „Wir sind eine unglaublich toll vernetzte Schule“, freut sich Baermann. Die Schule sei inzwischen „eine richtige Stadtteilschule“.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das „Forum“, der große Veranstaltungsraum, den die Schule 2019 erhalten hat und seither von vielen aus dem Stadtteil genutzt wird. Bei der Gestaltung hat der architektonisch interessierte Baermann Akzente gesetzt: „Ich war für die Querbühne“, erzählt er. Und er habe für die auffälligen kreisförmigen Lampen gesorgt, die in unterschiedlichen Farben leuchten können.

Zu Bauprojekten wurde er als Kunstlehrer befragt und er engagierte sich gern. An der Schule wurde immer wieder saniert, an-, um- oder neu gebaut. Und die nächste Erweiterung steht bald an, die Pläne liegen in Baermanns Büro. Auch wenn er das Bauprojekt noch gern begleitet hätte, ist er froh, dass die Pläne fertig sind: „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.“

Aus der Baubegleitung wuchs er immer weiter in Verwaltungsaufgaben, machte Fortbildungen, wurde Didaktischer Leiter, stellvertretender Schulleiter, Schulleiter. Und findet die Arbeit toll: „Ich würde es nicht aushalten, wenn ich immer noch nur Musikunterricht machen würde. Ich brauche immer eine neue Herausforderung.“

Viele Projekte mit Schülern hat er begleitet, eines liegt ihm besonders am Herzen: Die Beteiligung von Jugendlichen seiner Schule an der Tanztheater-Inszenierung „Kontakthof“, die Proben und die Gastspiele, von denen er viele begleitet hat, Faxe von Pina Bausch mit „Toi, toi, toi“, der Film über das Projekt von der Kulturjournalistin Anne Linsel, der auf der Berlinale gezeigt wurde: „Alle waren begeistert von den Wuppertaler Kindern“, sagt er und: „Ich bin echt glücklich, dass ich das erlebt habe.“

Er erzählt von weiteren Ideen und Projekten, etwa das Herausforderungsprojekt, bei dem alle Achtklässler sich eine Woche einer Herausforderung stellen – vom Floßbau bis zur Arbeit in sozialen Einrichtungen. „Unser übergeordnetes Ziel ist, Verantwortung zu lernen, Verantwortung für sich selbst und die Mitmenschen.“ Oder der neuen Förderstundenstruktur, die auf Anregung junger Kolleginnen und Kollegen in den Stundenplan integriert ist, demnächst sollen Lerncoaches die Oberstufenschüler unterstützen. Er schwärmt von all den Menschen, die die Schule unterstützen, dem Förderverein, dem Mensaverein und dem Bibliotheksverein, das Sekretariat – gerade diese Kontakte haben ihm gefallen.

Der Abschied fällt ihm schon schwer, dank dem Hinweis einer Kollegin habe er aber „Abschiedskompetenz“ entwickelt: „Es ist gut jetzt. Es gibt einen Nachfolger, es gibt tolle Menschen, die das hier weiterführen.“ Was er ab dem 1. Februar tun wird, weiß er noch nicht: „Ich bin gespannt, was auf mich zukommt.“ Klar will er mehr Zeit für die Familie, Freunde, Kunstausstellungen, Theaterbesuche, zum Musikmachen, unter anderem an dem Flügel, den er sich vor einigen Jahren leistete.

Vielleicht wird er auch anderen Schulen helfen, ihre Gebäude den Anforderungen an moderne Pädagogik anzupassen. „Der Raum ist unglaublich wichtig. Das ist Lebensraum.“ Er hat unter anderem bei der Phase Null genannten Planungsphase für die 7. Gesamtschule mitgemacht. Die Erfahrung könnte er weitergeben.

Entnommen aus der WZ vom 20.01.2024

letzte Änderung: 2024-01-22 BAER/GEBH

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